Nachdem wir uns in den letzten Workshops mit verschiedenen Facetten der „Übertragung“ beschäftigt haben, möchten wir im ersten KIDS-Workshop 2026 den Begriff der  "Szene" und des "Szenischen" in den Fokus stellen. "Szene" (vgl. lat. scaena; griech. skéné) beschreibt etymologisch sowohl Ort, Handlung, Verkörperung, als auch psychodynamisches Geschehen im Sozialen. Es wird etwas aufgeführt, verkörpert, gezeigt, gestaltet, allein oder mit einem oder mehreren anderen An- oder Abwesenden, an einem Ort, an einem Schauplatz.

Mit Freud interessiert uns vor allem „der andere Schauplatz“ des Unbewussten, des Traums und des großen Anderen (Lacan). Ihm wird sich Susanne Hübner in ihrem Beitrag widmen. May Ament wird u.a. mit dem Text "Die Angst vor dem Zusammenbruch" von Winnicott  "Die andere Urszene" (siehe Marcus Coelen 2008) beleuchten. Indrė Wegner wird das " szenische Verstehen" als Begriff und Methode im psychoanalytischen Feld kritisch befragen.

Die Struktur dieser Workshopreihe ist zweigeteilt: Vormittags gibt es Raum für theoretische Beiträge und deren Diskussion. Am Nachmittag ist Gelegenheit zum Sprechen und Hören aus der konkreten Arbeit im Rahmen einer Inter-/Supervision. Hierbei wird uns diesmal Bernhard Schwaiger* begleiten.

*Bernhard Schwaiger (Dr. phil.) arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis in Berlin und im Jugendstrafvollzug Mecklenburg-Vorpommern. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Reflektion der Anwendung der Psychoanalyse in der Institution. Sein Buch "Das Begehren des Gesetzes", erschienen 2009 bei transcript ist als Open Source zugänglich (https://www.transcript-verlag.de/author/schwaiger-bernhard-5923).

Samstag, 21. Februar, 10:00 - 16:30

Leitung: May Ament, Susanne Hübner und Indrė Wegner

Beitrag: 20 Euro (+ ggf.ca. 20 Euro Honorar für Supervision am Nachmittag)

Detailliertes Programm und Literaturangaben sowie Anmeldung unter:
Susanne Hübner, su@huebner-psychoanalyse.de

Für Auswärtige ist auf Anfrage eine Teilnahme via ZOOM möglich.