Der Hass auf das Weibliche ist in allen Kulturen präsent, so dass wir uns fragen können, ob er nicht der Kern aller anderen Hassgefühle ist. Wäre das der Grund, warum Gesellschaften immer mehr oder weniger gewalttätig versucht haben, alle, die sie vermeintlich verkörpern, allen voran die Frauen, unsichtbar zu machen, indem sie ihre Freiheit einschränkten, ihren Tätigkeitsbereich beschnitten oder sie sogar verschwinden ließen? Aber auch den Fremden, den Andersartigen, die nicht als konform mit der gesellschaftlichen Norm anerkannt werden. Man muss sich nur den Zustand der Welt im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts ansehen, um sich eine Vorstellung von der Gewalt dieses Hasses zu machen.

Claude-Noële Pickmann ist Psychoanalytikerin in Paris und Mitglied von Espace analytique. Sie ist Autorin mehrerer Artikel, insbesondere zu Fragen der Weiblichkeit.

Freitag, 17. Januar, 19:30 - 21:30

Öffentlicher Vortrag von ClaudeNoële Pickmann (Paris) im Rahmen der Arbeitstagung des Psychoanalytischen Kollegs

Vortrag in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Moderation: André Michels

Hybrid Veranstaltung

Anmeldung unter info@psa-kolleg.de

Eintritt: 10/5€ auf das Konto des Psychoanalytischen Kollegs: DE 71 2005 0550 1282 1511 56

www.psa-kolleg.de