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Lust an der Grenze.
Phantastische Konstruktionen der Einmauerung und des Ausgeschlossenseins

Samstag, 19. Juni,17:15

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Ein öffentliches Seminar der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
Leitung: Claus-Dieter Rath

Liebe Teilnehmer und Interessenten,
die nächste Sitzung dieses Seminars findet am Samstag, 8. Mai 2021 nur via ZOOM statt.
Wer teilnehmen möchte, melde sich per E-Mail an
(neue Adresse! Seminar-RathCD@t-online.de).
Sie erhalten wenige Tage vorher eine Einladung mit einem Teilnahmecode.
Die Veranstaltung beginnt 17.15h. Sie können sich aber schon ab 17.00h einklinken.

19. Juni: Operationen am Auge. Vom Einbruch des Realen und der Arbeit an seinen Eingrenzungen.
Beitrag von Britta Günther (Hamburg)

Ein operativer Eingriff am Auge hat bei einem Analysanten von mir ein psychotisches Geschehen ausgelöst. Davon ausgehend möchte ich von der großen Angst sprechen, die mit diesem Geschehen verbunden war – und Elemente der Eingrenzung schildern. Dies sind wahnhafte Elemente, und auch solche, die zwanghaft anmuten. Es geht um ein Verschwinden des Auges (obwohl die OP weitgehend gelang), gleichzeitig um seine Übermacht und um die Versuche, es auf die eine oder andere Weise einzukreisen im Sprechen; es wieder zu haben.
Ich möchte einige Verknüpfungen vorstellen, solche die gelingen und andere, die misslingen, und zeigen, dass diese in einem engen Verhältnis zum Verlust des Körperbildes stehen. In besonderer Weise hilfreich fand ich für diese Überlegungen den letzten Abschnitt von Freuds Das Unbewusste, Lacans Überlegungen in Seminar IV zu den Permutationen, mit denen sich der kleine Hans einen größeren Bewegungsraum verschafft, sowie einen Abschnitt aus Lacans Ausarbeitungen zum Sinthom im gleichnamigen Seminar XXIII, zu dem Geneviève Morel in Der junge Mann ohne Ego eine Lektüre anbietet.

Literatur:
Sigmund Freud (1915), Die Agnoszierung des Unbewußten, in: Das Unbewußte, Abschnitt VII, Studienausgabe Band III, S. 155-162; (GW, Bd. 10, S. 300-309).
Jacques Lacan, Permutationen, in: Das Seminar, Buch IV, Die Objektbeziehung (1956-1957), aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek, Sitzung XIX, S. 375-394.
Jacques Lacan, Sitzung vom 11. Mai 1976, in: Seminar XXIII, Das Sinthom, private Übersetzung aus dem Französischen von Max Kleiner, S. 148-159.
Geneviève Morel (2008/2017), Der junge Mann ohne Ego, in: Das Gesetz der Mutter, aus dem Französischen von Anna-Lisa Dieter, Kapitel V (erster Teil), S. 143-164.

Die beiden Abschnitte aus den Lacan-Seminaren kann ich auf Anfrage (b.guent@gmx.net) gern als pdf zusenden, in Bezug auf Seminar XXIII handelt es sich dabei um die private Übersetzung durch Max Kleiner, die er dankenswerterweise zur Verfügung stellt. Das Seminar ist 2017 in der Übersetzung von Myriam Mitelman und Harold Dielmann bei Turia + Kant erschienen.

Ort: Psychoanalytische Bibliothek Berlin
Hardenbergstr. 9, 10623 Berlin (Hinterhaus, Erdgeschoss). (www.psybi-berlin.de)
U2 Ernst-Reuter-Platz, S Savignyplatz, S, U2, U9 Zoologischer Garten
Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).
Hier die Bankverbindung der FLG:
IBAN: DE67 1004 0000 0572 7128 00
BIC: COBADEFFXX (Commerzbank Berlin).

Kontakt: Claus-Dieter Rath, Niebuhrstr. 77, 10629 Berlin,
neue mail-Adresse: Seminar-RathCD@t-online.de

 

Details

Datum:
Samstag, 19. Juni,
Zeit:
17:15
Veranstaltungskategorien:
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