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Elemente der Psychoanalyse
Faden und Buchstaben

Dienstag, 6. Juli,20:00

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Vortragende
Georgette Schosseler-Prum (Berlin)

Via Zoom
Beginn 20.00 Uhr

»Eines Tages machte ich dann die Beobachtung, die meine Auffassung bestätigte. Das Kind hatte eine Holzspule, die mit einem Bindefaden umwickelt war. Es fiel ihm nie ein, sie zum Beispiel am Boden hinter sich her zu ziehen, also Wagen mit ihr zu spielen, sondern es warf die am Faden gehaltenen Spule mit großem Geschick über den Rand seines verhängten Bettchens, so daß sie darin verschwand, sagte dazu sein bedeutungsvolles     0 – 0 – 0 – 0 –  und zog dann die Spule am Faden wieder aus dem Bett heraus, begrüßte aber deren Erscheinung jetzt mit einem freudigen ›Da‹.« Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips. GW 13, S.12

« Le voeu que je formerais, par exemple, d’être lu un jour convenablement. Mais pour ça, pour que ça vaille, il faudrait d’abord qu’on développe – qui s’y emploierait, à cette interprétation -, développe ce que j’entends :  que la lettre porte pour arriver toujours, je dis, à sa destination. » (enregistement) ( p.116 Seuil)

»Den Wunsch, den ich artikulieren würde, zum Beispiel, eines Tages angemessen gelesen zu werden. Aber dafür, damit das gut wird, müsste derjenige, der sich damit auseinandersetzt, zuerst etwas entwickeln – und zwar, was ich unter dem verstehe, dass „la lettre“ / der Buchstabe trägt, um immer, sage ich, an seine Bestimmung zu gelangen.« (Übers. GSP)

«  l’écrit qui se fabrique du langage pourrait peut-être, être matériel de force à ce que s’y changent nos propos. Je ne vois pas d’autre espoir pour ce qui actuellement s’aiguise.» (p. 126 Seuil)
»Das Schreiben/ die Schrift, das/die sich aus dem Sprechen/ der Sprache, aufbaut, könnte vielleicht Material sein, das die Kraft hätte, unsere Absichten verändern zu könnten.«

Jacques Lacan: Lituraterre du 12 mai 1971 (enregistement) et dans Sem.XVIII D’un discours qui ne serait pas du semblant, p. 113 Seuil) (Übers. GSP)

Ausgehend von Zitaten aus Schriften von Freud und Lacan möchte diese Veranstaltung Elemente vorstellen, aus denen Psychoanalyse immer wieder aufs Neue entsteht und mit denen in ihr weitergearbeitet werden kann. Lacan und Freud markieren hier eine Art des Anfangs, nicht den letzten Schluss. Andere, die auf ähnliche Art elementare Momente der Psychoanalyse formulieren, kommen ebenfalls zu Wort.

Die Veranstaltung wendet sich an alle, die eine Einführung in Psychoanalyse suchen, an Anfänger*innen, aber genauso an diejenigen, die eine Chance ergreifen wollen das, womit sie arbeiten, noch einmal anders zu hören.

Wir bitten um Anmeldung zu einzelnen oder gleich allen Veranstaltungen, damit wir gegebenenfalls einen Link für die ZOOM-Teilnahme zusenden können. Freigeschaltet wird, wer seinen Beitrag gezahlt hat. (Kto.-Nr. siehe unten)

Anmeldung bitte an Maria Hintermeier: maria@hintermeier.biz

Anmeldungen sind möglich bis 18.00 Uhr am Tag der Veranstaltung

An den einzelnen Terminen beginnen wir jeweils mit einer halbstündigen Einleitung zum Thema. Darauf folgt eine gemeinsamen Lektüre und ein Gespräch.
Rhythmus: Vierzehntägig
Dienstags 20 bis 21:30 h

Kosten pro Termin € 10 / ermäßigt € 5 / Studierende frei
Berliner Volksbank Konto-Nr. DE52100900002326311009; BIC: BEVODEBBXXX.

Details

Datum:
Dienstag, 6. Juli,
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorie:

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