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Abhängigkeiten, Unabhängigkeit und Interdependenz

Samstag, 19. März,17:00 - 19:00

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Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft, Berlin
Leitung: Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com)

Nächster Termin: Samstag, 19. März – jeweils 17:00 bis 19:00 Uhr

Detailliertes Programm auf www.Freud-Lacan-Berlin.de

Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).

Wir sind abhängig von anderen Personen, von gesellschaftlichen Verhältnissen und Institutionen, von den Naturgewalten und deren Zähmung, von Substanzen, von Zwangshandlungen – und von logischen Voraussetzungen überhaupt.

Sie betreffen uns auf verschiedene Weisen: als biologische Abhängigkeit des Menschen-Babys, die Abhängigkeit von Liebe, die Abhängigkeit von einer symbolischen Ordnung (als symbolischer Stütze: Sprache, Kulturordnung, Väterliche Metapher, Wissen), als Anerkennung unseres Begehrens und unserer Präsenz in einer Gemeinschaft, die uns als ihr Mit-Glied anerkennt.

Dabei differieren objektiv feststellbare und subjektive Abhängigkeiten und Unabhängigkeit: letztere sind diesbezügliche Illusionen, Ignoranz und Verkennung.

Ein Ziel der psychoanalytischen Kur lautet: Verantwortung übernehmen können für die eigenen Akte und Wahlentscheidungen. Doch kommt in Gestalt der Übertragung dieser Emanzipationsprozess nicht ohne neuerliche, massive Abhängigkeit aus.

Jede Konzeption des Ichs (in seiner behaupteten Autonomie und in seiner Abhängigkeit) und des Subjekts (als unterworfenem und als souveränem) siedelt in diesem Spannungsfeld.

Eine funktionierende Interdependenz impliziert das Freud’sche Ideal der menschlichen Arbeitsgemeinschaft, die der Liebesbindungen und Identifizierungen bedarf und die auf Triebeinschränkungen gründet (vgl. sein Begriff der ‚Kulturarbeit‘).

 

 

Details

Datum:
Samstag, 19. März,
Zeit:
17:00 - 19:00
Veranstaltungskategorien:
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