Psychoanalytische Bibliothek Berlin - Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e.V.

Jeffrey Librett: Im Anfang war die Entstellung. Metapher, Metonymie und Moses bei Freud

KategorieJour fixe
Datum
Montag, 17. Juli 2017 20:00 - 22:00
Hypothese: In "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" entwickelt Freud implizit eine Allegorie des Sprachursprungs, in der Moses als Personifizierung der Sprache funktioniert.  Wenn man diesen späten, immer noch etwas enigmatischen Text aus solchem Blickwinkel liest, erschließen sich neue Perspektiven für verschiedene Aspekte des freudschen Denkens, von eher marginalen Themen wie seiner Theorie des Antisemitismus bis hin zu allgemeineren Themen wie der Theorie der Grundtriebarten selbst.  Der Vortrag skizziert diese allegorische Deutung des "Mann Moses" sowie einige ihrer Implikationen.

Jeffrey Librett ist praktizierender Psychoanalytiker und Professor für Germanistik an der University of Oregon. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: "Jews and Germans from Moses Mendelssohn to Richard Wagner and Beyond (Stanford University Press, 2000) und "Orientalism and the Figure of the Jew". Er hat Bücher von Jean-Luc Nancy und Michel Deguy übersetzt.
 
 

Alle Daten

  • Montag, 17. Juli 2017 20:00 - 22:00
Juli 2017
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› Einführung in die Theorie und Klinik der Psychosen nach Jacques Lacan (II)
20:00
Einführung in die Theorie und Klinik der Psychosen nach Jacques Lacan (II) Leitung: Marcus Coelen, Margarete Meador, Claire Nioche-Sibony, Karl-Josef Pazzini Termine: Dienstags, 11. April; 9. Mai; 6. Juni; 4. Juli / 20-22 Uhr An zwei Terminen, die noch festgelegt werden, sprechen die Psychoanalytiker Luc Sibony (Hôpital Sainte-Anne, Paris) und Monique David-Ménard (Université Denis Diderot, Paris 7) über ihre Arbeit mit Psychosen. Diese Termine bitte der Webseite entnehmen. Anmeldung: mcoelen@icloud.com Wie ist ein Denken der Psychosen möglich? Wie kann sich ein solches Denken in der therapeutischen Arbeit niederschlagen und diese stützen? Über welche theoretischen und klinischen Mittel kann es verfügen? Zwischen 1931 und 1976 hat Lacan eine sich laufend verändernde Konzeption der Psychosen entworfen, die in verschieden Einrichtungen (Sainte-Anne, Paris; Le Courtil, Belgien; 388/GIFRIC, Montréal) die analytische, therapeutische oder psychiatrische Arbeit sich hat ausrichten lassen. Aufbauend auf diesen metapsychologischen Erörterungen und Ausarbeitungen klinischer Erfahrungen werden wir uns in den vier Sitzungen damit beschäftigen, wie sich der Status des Symptoms in den Psychosen denken lässt und welche Perspektiven für die therapeutische Arbeit daraus erwachsen. Sämtliche Sitzung und beide Teile des Seminars stehen jedem Interessierten ohne Vorkenntnisse der behandelten Theorien offen. Es wird dafür Sorge getragen, dass in jeder Sitzung auch exemplarische klinische Fragen erörtert werden können. Kosten: 40 € / Sitzung für Ärzte, Psychologen, Psychoanalytiker oder andere Berufstätige (inclusive Zertifizierung). 40 € / Semester (vier Sitzungen) für Studenten, Personen in Ausbildung etc. nach persönlicher Vereinbarung Fort- und Weiterbildung: Die Veranstaltung ist Teil der curricularen Fort- und Weiterbildung in Psychosen-Psychotherapie des Dachverbandes Deutschsprachiger Psychosen-Psychotherapie e.V.; (http://www.ddpp.eu/p-pt-angebote.html)
Datum :  04.07.2017
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