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SUMMARY:Workshop V des „KINDERSEMINARS“: DIE SZENE / DAS SZENISCHE
DESCRIPTION:Nachdem wir uns in den letzten Workshops mit verschiedenen Facetten der „Übertragung“ beschäftigt haben\, möchten wir im ersten KIDS-Workshop 2026 den Begriff der  „Szene“ und des „Szenischen“ in den Fokus stellen. „Szene“ (vgl. lat. scaena; griech. skéné) beschreibt etymologisch sowohl Ort\, Handlung\, Verkörperung\, als auch psychodynamisches Geschehen im Sozialen. Es wird etwas aufgeführt\, verkörpert\, gezeigt\, gestaltet\, allein oder mit einem oder mehreren anderen An- oder Abwesenden\, an einem Ort\, an einem Schauplatz. \nMit Freud interessiert uns vor allem „der andere Schauplatz“ des Unbewussten\, des Traums und des großen Anderen (Lacan). Ihm wird sich Susanne Hübner in ihrem Beitrag widmen. May Ament wird u.a. mit dem Text „Die Angst vor dem Zusammenbruch“ von Winnicott  „Die andere Urszene“ (siehe Marcus Coelen 2008) beleuchten. Indrė Wegner wird das “ szenische Verstehen“ als Begriff und Methode im psychoanalytischen Feld kritisch befragen. \nDie Struktur dieser Workshopreihe ist zweigeteilt: Vormittags gibt es Raum für theoretische Beiträge und deren Diskussion. Am Nachmittag ist Gelegenheit zum Sprechen und Hören aus der konkreten Arbeit im Rahmen einer Inter-/Supervision. Hierbei wird uns diesmal Bernhard Schwaiger* begleiten. \n  \nPROGRAMM \n10:00h Begrüßung und Einführung durch die Initiatorinnen \n10:30h – 12:30h Drei Inputbeiträge à ca. 20 min plus anschließender Diskussion: \nSusanne Hübner: Vom „anderen Schauplatz“ zur „Bühne der Welt“ \nFreuds von Fechner entlehnter Begriff des „anderen Schauplatzes“ führt uns mit Lacan zum großen und kleinen Anderen; der vom ersten Atemzug an als unabdingbare helfende Macht in der Not in das Leben des kleinen Subjekts eintritt\, aber auch Ort der Entfremdung und Ursprung von Angst und Aggression ist. „Que me veut-il?/was will er (von) mir?“ ist die Frage angstvoller Erwartung\, die das Phantasma in Gang setzt\, das fortan die Regie auf der Bühne der Welt übernimmt. Was bedeutet das für unsere tagtäglichen Begegnungen mit unseren Clienten\, Kindern wie Erwachsenen\, die wir oft in Situationen großer Bedrängnis antreffen? \n  \nMay Ament: ZwischenFall-Episode-Szene / Zwischen zwei Toden \n„Ich verfechte die Auffassung\, dass die klinisch erscheinende Angst vor dem Zusammenbruch die Angst vor einem Zusammenbruch ist\, der bereits erfahren wurde. Diese ist die Angst vor der ursprünglichen Agonie\, die der Grund für eine Abwehrorganisation war\, welche der Patient als Krankheitssymptom aufweist.“ (Donald Winnicott: Die Angst vor dem Zusammenbruch; in: M. Coelen [Hg.] Die andere Urszene\, Diaphanes 2008\, 47-58) \n  \nIndrė Wegner: Szenisches Verstehen – kritische Befragung eines Begriffs/ einer Methode im psychoanalytischen Feld \n„Die Arbeit mit und an der Übertragung ist zentral für das `szenische Verstehen´ in der Psychoanalyse sowie der Pädagogik.“ ( J. Neumann/ D. Katzenbach (2024). In: Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik\, Bd 30\,103)\n„[G]eben Sie vor allem acht\, daß Sie den Kranken nicht verstehen\, es gibt nichts\, das sie mehr irre macht als das.“ (Lacan (1980): Das Seminar\, Buch II\, 115)\n„Man kann das Unbewusste sehen!“ ( C.-P. Rosemeier\, Dozent Pferdegestützte Psychotherapie PPT\, CentroHippico 2020) \n  \n14:00h – 16:00h Inter-/Supervision \nAm Nachmittag wird uns der Psychoanalytiker Bernhard Schwaiger* bei der Besprechung konkreter Szenen/Erfahrungen aus der Praxis mit seiner langjährigen Arbeitserfahrung in einer Jugendvollzugsanstalt zur Verfügung stehen. Die Einbringung von eigenem Fallmaterial der Teilnehmenden in erwünscht. \n*Bernhard Schwaiger (Dr. phil.) arbeitet als Psychoanalytiker in eigener Praxis in Berlin und im Jugendstrafvollzug Mecklenburg-Vorpommern. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Reflektion der Anwendung der Psychoanalyse in der Institution. Sein Buch „Das Begehren des Gesetzes“\, erschienen 2009 bei transcript ist als Open Source zugänglich (https://www.transcript-verlag.de/author/schwaiger-bernhard-5923). \n 
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SUMMARY:Sprachen der Gewalt und Praxis der Psychoanalyse  „Zur Fragilität der Bindungen. Zweifel an der Haltbarkeit des Worts“
DESCRIPTION:Wir\, die Freud-Lacan-Gesellschaft\, wollen versuchen\, den Ort\, den Claus-Dieter Rath mit seinem Seminar geschaffen hat\, nicht verschwinden zu lassen\, sondern die Spur seines Denkens und Forschens weiter zu verfolgen. Wir werden uns weiterhin (mehr oder weniger regelmäßig) mit Claus-Dieter Raths Texten auseinandersetzen\, nicht nur rückblickend\, sondern in der von ihm zuletzt dargelegten Perspektive der „Sprachen der Gewalt und die Praxis der Psychoanalyse“: Ein Seminarvorhaben\, das eine Richtung aufzeigt\, die wir anhand seiner Texte weiterverfolgen möchten.
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