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SUMMARY:Workshop III des „KINDERSEMINARS“: TRANSGENERATIONALE ÜBERTRAGUNG
DESCRIPTION:Die Frage nach der Übertragung führt uns über die ödipale Konstellation der Herkunftsfamilie eines Subjekts hinaus in „die früheren Generationen\, die Geschichte dieser besonderen Familie und ihrer Brauchtümer\, also ihren <Mythos>“ (Riccardo Rodulfo). Dieser Mythos verwebt sich aus Elementen und Signifikanten der gegebenen Kultur/en\, die in unseren Regionen wesentlich von den monotheistischen Buchreligionen geprägt sind. Die Figur des Kindes steht in diesen in der Mittlerfunktion der Gabe oder sogar der Offenbarung zwischen Gott und den Menschen. Wir fragen nach diesem „Dazwischen“\, aus dem das Subjekt hervorgeht und den Linien\, Brüchen und Leerstellen unserer Epoche zu diesem Erbe. \nDie Struktur dieses Workshopreihe ist zweigeteilt: vormittags ist Raum für theoretische Beiträge und deren Diskussion. Am Nachmittag ist Gelegenheit zum Sprechen und Hören aus der konkreten Arbeit im Rahmen einer Inter-/Supervision. \nPROGRAMM: \n[10:00h] Begrüssung & Vorstellung \n[10:15h] Indrė Wegner:  \nTransmission und Aktualisierung\ntansgenerationale Übertragung als elterliches Erziehungshandeln. \nIm Erziehungshandeln wird etwas von der „Ältern“- Generation an das Kind über- (trans) geben (mittere). Das Kind als je singuläres\, verweist auf das Allgemeine\, den Stamm\, die vergangenen Generationen\, als auch auf die zukünftigen. Auf das\, was danach kommt (vgl. dwds\, Etymologie/Kind). Über Generationen hinweg und durch sie hindurch werden familiäre Themen schicksalhaft weitergegeben\, umgeformt und in actu in Wirkung gesetzt. Wirklichkeiten. \n[10:45h] Susanne Hübner:  \nKind und Mythos \nFindet die kindliche Phantasie mythisch anmutende Antworten auf die Frage nach der Herkunft von Babys\, sind diese selbst Ausgangspunkt zahlreicher kultureller Mythenbildungen. Lacan stellt mit Freud ihren Bezug zu einer (noch) unsagbaren Wahrheit heraus. Jede Geburt eines Kindes birgt die Chance\, neue Varianten und Spielarten dieser Wahrheit ins Leben zu setzen\, aber auch die Gefahr traumatischer Wiederholung. In der sozialen Arbeit gilt es darum hellhörig zu bleiben\, für die Narrative\, die sich um die Geburt der Kinder bilden\, sowohl innerhalb der Familie\, als auch im gesellschaftlichen Umfeld\, zu dem wir selbst gehören. Hierfür möchte der Beitrag sensibilisieren. \nDiskussion der Beiträge + ca 15 ‚ Pause \n[12:15h] May Ament: \nEin sich durchziehender roter Faden \n„Der Strich bringt keine Ziffern in die Zeichnung. Die Idee in ihm ist ein würdiger Tod für die fertige Geschichte. Verstrichene Zeit zeichnet sich ab. Was ganz hinten ansteht\, rückt unbeholfen in den Vordergrund und bildet utopisch.“ (Ferenc Jadi\, `Über die Zeichnung´) \nDie Frage nach einem Signifikanten\, etwas Signifikantes welches sich wiederholt von Generation zu Generation. Transmission von Trauma\, was könnte das sein? \nDiskussion des Beitrags \n[13:00h – 15:00h] Mittagspause \n[15:00h – 16:30h] Intervision/ Supervision mit Bernhard Schwaiger  (Psychoanalytiker in eigener Praxis\, langjährige Arbeit mit jungen Strafgefangenen in einer Vollzugsanstalt. Siehe auch: https://www.transcript-verlag.de/author/schwaiger-bernhard-5923) \nDie Einbringung von eigenem Material aus der Arbeit ist erwünscht!
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