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SUMMARY:Der Blick aus der Ferne
DESCRIPTION:Was kann der Blick aus der Ferne\, der ja ein Blick in die Ferne und zurück ist\, zur psychoanalytischen Theorie und Praxis beitragen? Seit sich Freud durch Wilhelm Wundts Völkerpsychologie und die mythologischen Arbeiten seines zeitweiligen Wegbegleiters C.G. Jung zu seiner psychoanalytischen Spekulation über den Ursprung der Gesellschaft in der Vatertötung anregen ließ\, die die Einführung eines Gesetzes mit dem Inzestverbot und dem Exogamiegebot verknüpfte\, gehört die Auseinandersetzung mit sozialanthropologischen Schriften zum Kernbestand psychoanalytischer Theoriebildung. Doch seit Malinowskis Kritik an der Universalität des Ödipuskomplexes stellt sich auch die Frage nach der allgemeinen Anwendbarkeit ihrer Konstrukte. Gegen eine gewisse Leichtfertigkeit\, die darin liegt\, sich ethnographischer Beschreibungen Anderer zur Bestätigung\, Präzisierung oder Widerlegung von eigenen Denkpositionen zu bedienen\, scheint uns heute die Infragestellung des eigenen begrifflichen Rüstzeugs unerlässlich. \n\n\n\n\nClaudia Lemke\, Studium der Psychologie in Hamburg/Wellington (NZ) und Auckland (NZ)\, Magister in Anthropologie (Auckland\, indigene Teilhabe an medialer Repräsentation)\, Staatsexamen Lehramt und Promotion im Bereich ästhetischer Bildung. Arbeit als Lehrerin und ist Psychoanalytikerin in eigener Praxis. \nRobin Cackett\, M.A.\, Psychoanalytiker in freier Praxis; Gründungsmitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin; 1991/92 Begleitung einer Feldforschung in einem Bergdorf in den Finisterre Mountains\, Papua Neuguinea; Übersetzer u.a. von Dipesh Chakrabarty\, „Europa als Provinz“\, und Conrad/Randeria/Röhmhild (Hg.)\, „Jenseits des Eurozentrismus“\, beide Campus.
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SUMMARY:Gesetz und Genießen
DESCRIPTION:„ …und die anfängliche Hilflosigkeit des Menschen ist die Urquelle aller moralischen Motive.“ (Sigmund Freud\, Entwurf einer Psychologie)„Genieße\, (jouis)! diktiert das Über-Ich“ (Jaques Lacan\, Encore) \nWas ist das „Gesetz der Sprache“\, von dem bei Lacan die Rede ist? Welchem Logos folgt eine Psychoanalyse? Wie versagt sie sich der vielfältigen Formen „freiwilliger Knechtschaft“ (La Boëtie)\, denen wir heute begegnen? Wie bietet der Signifikant dem Genießen Einhalt? Mit diesem Themenkreis befasst sich das Psychoanalytische Kolleg an diesem Wochenende.
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