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DESCRIPTION:(Achtung. Das Seminar beginnt zu diesem Termin schon um 14:30h!) \nWährend eine an Lacan orientierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Frankreich durch Françoise Dolto eine kreative wie durchsetzungsfähige Vorreiterin gefunden hat\, tritt sie in Deutschland noch relativ wenig in Erscheinung. Lacan selbst hat sich von Klassikern der Kinder- und Jugendanalyse – seien es Siegfried Bernfeld\, Anna Freud\, Melanie Klein oder Donald Winnicott – inspirieren lassen. In der Auseinandersetzung mit verschiedenen Autoren stellen wir die Theorie unter Einbezug neurowissenschaftlicher\, ethnologischer und historischer Forschungen an unseren Erfahrungen auf die Probe\, um unsere Grundsätze und Orientierungspunkte einer psychoanalytisch orientierten Sozialarbeit zu formulieren. \nIm 3. Zyklus des Kinderseminars widmen wir uns insbesondere Texten des Kinder- und Jugendanalytikers\, Sozialarbeiters und Philosophen Achim Perner (1953-2013). Diese verstehen Psychoanalytische Sozialarbeit nicht als Fürsorge für einige an die Ränder unserer Gesellschaft verdrängte Marginalisierte\, sondern als Arbeit an den Knotenpunkten des sozialen Bandes selbst\, von dem Subjekt und Gesellschaft durchwoben ist. Damit wird die Frage nach der politischen Dimension und Implikation der Lehre vom Unbewussten laut. \nDie Sitzungen des KINDERSEMINARS bauen aufeinander auf\, können aber auch einzeln wahrgenommen werden. Für Auswärtige ist auf Anfrage eine Teilnahme via ZOOM möglich. \nIm Dezembertermin widmen wir uns dem Thema VERLUST. Dreht sich die Psychoanalyse um das „zu Rande Kommen“ mit der Unwiederbringlichkeit eines ursprünglichen Verlustes\, kreist die sozialpädagogische Arbeit heute zumeist um die Idee der Bedürfnisbefriedigung als Garant einer gelingenden Entwicklung des Kindes. Wie kann eine psychoanalytisch ausgerichtete Sozialarbeit hier ihre Leitlinien formulieren? \nPLAKAT-KiDS_2023-HJ-2
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SUMMARY:Buchsalon: Die talmudische Braut. Eine Skizze zu ihrem (sexuellen) Begehren.
DESCRIPTION:Shulamit Almut Bruckstein spricht in Ihrem Essay vom Rückzug talmudischer Denkweisen nach einem unermesslichen Desaster (Jalal Toufic) und von der Verschiebung a-topischer Denkwege talmudischer Gelehrsamkeit in die theoretischen wie klinischen Räume der Psychoanalyse. Der psychoanalytische Diskurs\, vielleicht der jüdischste aller zeitgenössischen Diskurse\, zeigt sich dabei zugleich als der\, welcher das talmudische Regelwerk zu Liebe und Tod\, Sprache und Begehren durch den Vollzug dieser Verschiebung am gründlichsten versiegelt hat. Dabei zeigt sich\, dass insbesondere das talmudische Regelwerk zum (sexuellen) weiblichen Begehren zu den von der psychoanalytischen Eroberung zutiefst verdrängten Topoi des talmudischen Diskurses gehört. Bruckstein zeichnet die Aporien einer Vergessens-Geschichte nach\, den Verrat eines archaischen Versprechens (Geneviève Morel)\, der am Platz des Analytikers im Herzen der Psychoanalyse selbst stattfindet. \nIm Anschluss von Lesung und Diskussion ist Gelegenheit zum Gespräch bei einem Aperó. \nAlmut Sh. Bruckstein\, a.k.a. house of taswir. www.taswir.org \nEssay von Almut Sh. Bruckstein\nDesign: Ernst und Mund\, Leipzig\nHerausgegeben von Gesine Palmer\nSonderheft #5\, Berlin\nNovember 2022 \nhttps://taswir.org/2022/11/die-talmudische-braut/
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