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Elemente der Psychoanalyse
Eine Einführung nach Lacan und Freud

VIII. Fallgeschichten (S. Lüdemann)

Dienstag, 11. Februar,20:00 - 21:30

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Flyer zur Veranstaltungsreihe – anklicken

Die Veranstaltungsreihe „Elemente der Psychoanalyse. Eine Einführung nach Lacan und Freud“

Vierzehntägig, dienstags jeweils 20 bis 21:30 Uhr, Beginn: 22.Oktober.

Koordination: Marcus Coelen, Karl-Josef Pazzini, Claus-Dieter Rath, Mai Wegener.

Ausgehend von Zitaten aus Schriften vor allem von Freud und Lacan möchte diese Veranstaltungsreihe Elemente vorstellen, aus denen Psychoanalyse immer wieder aufs Neue entsteht und mit denen in ihr weitergearbeitet werden kann.

Die Veranstaltungsreihe wendet sich an alle, die eine Einführung in Psychoanalyse suchen, an Anfänger*innen, aber genauso an diejenigen, die eine Chance ergreifen wollen, das, womit sie arbeiten, noch einmal anders zu hören.
Der Beginn wird mit einer halbstündigen Erzählung zum Thema gemacht, gefolgt von einer gemeinsamen Lektüre und einem Gespräch.

Termine, Referenten und Themen im Überblick: 22.10. Karl-Josef Pazzini: Übertragung / 5.11. Mai Wegener: Stimme / 19.11. Marcus Coelen: Deuten / 3.12. Edith Seifert: Sexualität / 17.12. Rolf Nemitz: Seelischer Apparat / 14.1. Claus-Dieter Rath: Sublimierung / 28.1. Frank Grohmann: Hysterie / 11.2.: Susanne Lüdemann: Fallgeschichten. – Genaue Angaben finden Sie im Flyer hier.

Eintritt: 10€, ermäßigt 5€, freier Eintritt für Studenten. Die Zertifizierung bei der Psychotherapeutenkammer und bei der Ärztekammer ist beantragt – Zertifizierte Teilnahme für 8 Termine € 240 (entspricht 16 Unterrichtseinheiten). Als solcher kann der Kurs nur insgesamt gebucht werden. Mit der Überweisung des Betrages ist die Anmeldung verbindlich. Berliner Volksbank Konto-Nr. DE52100900002326311009; BIC: BEVODEBBXXX.

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11. Februar 2010, 20 Uhr
Fallgeschichten
Prof. Dr. Susanne Lüdemann, Literaturwissenschaftlerin, Psychoanalytikerin 

»Ich bin nicht immer Psychotherapeut gewesen, sondern bin bei Localdiagnosen und Elektroprognostik erzogen worden wie andere Neuropathologen, und es berührt mich selbst noch eigenthümlich, dass die Krankengeschichten, die ich schreibe, wie Novellen zu lesen sind, und dass sie sozusagen des ernsten Gepräges der Wissenschaftlichkeit entbehren. Ich muss mich damit trösten, dass für dieses Ergebniss die Natur des Gegenstandes offenbar eher verantwortlich zu machen ist als meine Vorliebe; Localdiagnostik und elektrische Reaktionen kommen bei dem Studium der Hysterie eben nicht zur Geltung, während eine eingehende Darstellung der seelischen Vorgänge, wie man sie vom Dichter zu erhalten gewöhnt ist, mir gestattet, bei Anwendung einiger weniger psychologischer Formeln doch eine Art von Einsicht in den Hergang einer Hysterie zu gewinnen. Solche Krankengeschichten wollen beurtheilt werden wie psychiatrische, haben aber vor letzteren eines voraus, nämlich die innige Beziehung zwischen Leidensgeschichte und Krankheitssymptomen, nach welcher wir in den Biographien anderer Psychosen noch vergebens suchen.«

Sigmund Freud: Studien über Hysterie (1895), GW I, S. 227

Details

Datum:
Dienstag, 11. Februar,
Zeit:
20:00 - 21:30
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