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Der Ursprung der Gewalt
Gérard Haddad (Paris)

Freitag, 23. April,19:30 - 21:30

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Öffentlicher Vortrag des Psychoanalytischen Kollegs
(Im Rahen der Arbeitstagung vom 23.- 25. April)
Freitag 23. April, 19.30 Uhr

GÉRARD HADDAD (Paris)*
Der Ursprung der Gewalt

französisch/deutsch (mit Übersetzung)
Moderation: André Michels
Teilnahme online via ZOOM
Zugangsdaten bei Anmeldung unter: info@psa-kolleg.de
Kostenbeitrag: 10 €/ 5 €
www.psa-kolleg.de

Die Frage nach der Gewalt und ihrem Ursprung, ihrer periodisch auftretenden Entfesselung, ist eines der großen Rätsel, das der Anthropologie aber auch der Psychoanalyse aufgegeben ist. Kann man sich damit begnügen, sie auf eine animalische und biologische Dimension zu reduzieren?
Nach Freud gilt sowohl in „Totem und Tabu“ als auch in „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“ der Vatermord, die Ermordung eines hypothetischen Urvaters, als Musterbeispiel für den Gewaltakt.
Dies steht im Widerspruch zur biblischen These, nach der am Anfang der Menschheit und der Kultur der Brudermord steht, die Ermordung Abels durch Kain. Um diese beiden gegensätzlichen Annahmen wird sich unsere Diskussion drehen.

*Gérard Haddad ist Psychoanalytiker in Paris und Autor zahlreicher Bücher, insbesondere zu Fragen der Beziehung zwischen Judentum und Psychoanalyse. In „Le jour où Lacan m‘a adopté“ („Der Tag an dem Lacan mich adoptiert hat“) von 2002 schildert er seine Analyse mit Lacan. Sein jüngst erschienenes Buch: „À l‘origine de la violence: d‘Oedipe à Cain, une erreur de Freud ?“ (Am Ursprung der Gewalt: von Ödipus zu Kain, ein Irrtum Freuds?) war der Anlass, Gérard Haddad zum öffentlichen Vortrag des Psychoanalytischen Kollegs einzuladen.

Gérard Haddad
L’origine de la violence

La question de la violence, de son origine, de ses déchaînements périodiques est une des grandes énigmes posées à l’anthropologie mais aussi à la psychanalyse. Peut-on se contenter de la réduire à une dimension animale et biologique ?
Selon Freud, aussi bien dans totem et Tabou que dans „L’homme Moise et le monothéisme“, l’acte violent par excellence est celui du parricide, du meurtre d’un hypothétique père primordial.
Elle contredit la thèse biblique selon laquelle à l’origine de l’humanité et de la civilisation nous avons le fratricide, le meurtre d’Abel par Caïn.

Ce sont ces deux thèses opposées dont nous débattrons.

Arbeitstagung zu: Schuld, Gewalt und das Genießen des Anderen
Vom 23. bis 25. April 2021

In diesem Studienjahr arbeitet das Psychoanalytische Kolleg zu Fragen der Gewalt in ihren Bezügen zu Gesetz, Recht und Genießen. Wie hängen Gewalt und soziales Band zusammen? Wie verhält sich die Gewalt zur Sprache und zum Sprechen? Inwiefern betrifft dies unsere Praxis?

Mehr Informationen: www.psa-kolleg.de/ Kontakt: info@psa-kolleg.de

 

 

Details

Datum:
Freitag, 23. April,
Zeit:
19:30 - 21:30
Veranstaltungskategorien:
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