Psychoanalytische Bibliothek Berlin - Ort für Forschung und Praxis nach Freud und Lacan e.V.

Kalender


25
Okt
2017
Veranstaltung

Lektüregruppe zum Objekt a

Lektüregruppe zum Objekt a

Leitung: Anne-Marie von Lieres

Beginn: 27. September um 19.30, monatlich Mittwochs / weitere Termine: 25. Oktober, 29. November, 20. Dezember

Freud blieb am „Fels der Kastration/ roc de la castration“ stehen. Lacan versuchte hier mit dem Objekt a, das er als seine eigene Erfindung betrachtete, weiterzukommen. Der Fels/ roc ist das a, behauptete er. Indem Lacan das Objekt a als Ursache und nicht als Ziel des Begehrens auffasste, änderte er die gewöhnliche Perspektive des Objekts in der psychoanalytischen Theorie. Laut Lacan hat das Subjekt keine Vorstellung von diesem Objekt a. Nur die Angst/ l’angoisse des Subjekts signalisiert dessen unbeschreibliche Anwesenheit. In Lacans Seminar X: L’angoisse (1962-63) wird das Objekt a in vier Stufen vorgestellt: als Brust, Kothäufchen, Blick und Stimme. Letztendlich bleibt es aber unvorstellbar. Das Objekt a hat gleichwohl Wirkungen/ effets auf das Reale des Subjekts und ist deswegen zentral in der psychoanalytischen Arbeit. Unsere Lektüregruppe wird sich mit verschiedenen Texten Lacans über das Objekt a auseinandersetzen, besonders mit Seminar X und Seminar XI sowie mit Texten von Autoren, die sich mit diesem Thema befasst haben. Die Gruppe wird in Deutsch und Französisch stattfinden.​

27
Okt
2017
Veranstaltung

Kolloquium

Kolloquium

Freitag 27.Oktober, 19 – 21 Uhr

Das Kolloquium der PsyBi soll ihren Mitgliedern, FreundInnen und jedem, der an Psychoanalyse interessiert ist, die Gelegenheit bieten, Ideen oder Texte, an denen sie arbeiten, vor- und zur Diskussion zu stellen, Hinweise zu erhalten und Kritik zu nutzen; es bietet auch die Möglichkeit, als Gesprächspartner teilzunehmen und die Arbeit der anderen zu besprechen. Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist hierbei kein fertiger Vortrag, sondern eine schriftliche Skizze, ein in Arbeit befindlicher Aufsatz oder irgendein anderer Entwurf zu Entstehendem. Folgende Spielregeln sollen gelten: Wer etwas vorstellen möchte, möge sich bitte mit einer ganz kurzen Beschreibung (Titel, 2-3 Sätze) anmelden. Zwei Wochen vor dem Termin (13.10.2017) können dann bis zu 10 Seiten zur Vorstellung der im Werden befindlichen Idee eingereicht werden. Auch diejenigen, die, ohne selbst etwas vorzustellen, teilnehmen möchten, sind gebeten, sich anzumelden. Alle Teilnehmer – Vorstellende oder diskutierend Interessierte – erhalten dann die zu besprechenden Texte ein bis zwei Wochen vor dem Termin. Pro Termin werden maximal vier Projekte vorgestellt. Beim Treffen selber sprechen diejenigen, die etwas eingereicht haben, ca. 15 Minuten zu ihrem Vorhaben; anschließend 30 Minuten Gespräch; Pause; usw. Zunächst ist daran gedacht, eine solche Veranstaltung zwei Mal im Jahr anzubieten. Organisation & Anmeldung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de)

31
Okt
2017
Veranstaltung

Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961): Die Übertragung

Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961) Die Übertragung

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
 Leitung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de), Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Nächster Termin: Dienstag, 5.September 19:00 bis 20:30 Uhr, 14-tägig

„Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse“. Eine Art, den Begriffen näher zu kommen: sie benutzen, sie sprechen, übersetzen und besprechen, notieren, an Bekanntes anlagern und befremden. Im Seminar VIII von Jacques Lacan geht es um die Übertragung. „Ausgangspunkt ist das Das Gastmahl von Platon, jener rätselhaften Zusammenkunft in der griechischen Antike, in der man speiste, debattierte und nach festgelegten Riten möglichst nicht zu viel trank, nach Lacans Ansicht, weil man noch einen Kater vom Vorabend hatte oder eben nicht, schwierig zu ermitteln, vor allem aber um sich in illustrer Runde zu vergnügen. Wie jeder weiß geht es hier um die Liebe, genauer, wie in der antiken griechischen Mythologie üblich um die Knabenliebe.“ (Klappentext der Übersetzung von Gondek). Wir werden auch bei Freud und anderswo nachlesen. Einstieg ist jederzeit möglich.
 Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek“ werden (10,-€ jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) – als „Freund der Bibliothek“ frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.

01
Nov
2017
Veranstaltung

Insa Härtel, Karl-Josef Pazzini: Blickfänger. Über Gerhard Richters Bild "Betty"

Mittwoch, 1. November 2017, um 20.00 Uhr

Blickfänger: Gerhard Richter, Betty (1977)

Insa Härtel und Karl-Josef Pazzini im Gespräch mit Mascha Jacobs

Eintritt: 10/5€

1977 malt Gerhard Richter seine Tochter nach einem Foto. Das entstehende Bild Betty (425/4) ist offenbar ein Blickfänger. In der Betrachtung löst es immer wieder Irritationen aus. Ein Potenzial von Betty liegt in der Verstörung eingespielter kultureller Phantasmen. Mit Mitteln der Kunst, so ließe sich pointieren, scheint es hier zu gelingen, gewaltsame und sexuelle Aspekte in der Vorstellung eines Kindes, wie es im Begriff ist, zu einer Frau zu werden, zu thematisieren. Das Bild wäre dann ausgestelltes Resultat einer impliziten Bearbeitung solcher Übergänge, es produziert ein Stocken: Eine Koproduktion von Maler und Modell, von Vater und Tochter, von Bild und Betrachter/in? Anlass ist das beim textem-Verlag, Hamburg, 2017 erschienen Buch „Blickfänger“ in der Reihe Stimmungsatlas in Einzelbänden.

07
Nov
2017
Fortlaufende Lektüregruppe

Lektüreseminar zu Jacques Lacan, "Die Agressivität in der Psychoanalyse" (1948)

Lacan (1948): Die Aggressivität in der Psychoanalyse

Lektüreseminar des Psychoanalytischen Salon Berlin

Leitung: Eva Maria Jobst, Mai Wegener

Nächste Termine: Dienstag den 26. September / 24. Oktober / 7. November / 19. Dezember – jeweils um 19:30 Uhr.  Erstmals liegt eine deutsche Publikation eines der grundlegenden Texte Lacans zur Frage der Aggressivität vor, um welche gerade seine frühen Arbeiten seit dem Vortrag über das Spiegelstadium 1936 in Marienbad immer wieder kreisen. „Aggressivität” war gewiss auch nicht zufällig der Schwerpunkt des XI. Kongresses der französischsprachigen Psychoanalytiker, die sich nach einer zehnjährigen erzwungenen Pause nur wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg und der NS-Herrschaft im Mai 1948 in Brüssel trafen. Dort trug – nach Sacha Nacht (der über “die klinischen Manifestationen der Aggressivität und ihre Rolle in der psychoanalytischen Behandlung” sprach) – auch Lacan seine Überlegungen zum ersten Mal vor. Wir möchten diesen wenig gelesenen Text gemeinsam lesen und diskutieren, um der schwierigen Frage der Aggressivität auf die Spur zu kommen. Ihr zu begegnen – ob in der Analyse, im politischen Feld, in sich oder im Anderen – ist immer verstörend. Umso wichtiger, hier Strukturen und Zusammenhänge zu artikulieren. Textgrundlage: Jacques Lacan, Die Aggressivität in der Psychoanalyse, in: Schriften I, Übers.: H.-D. Gondeck, Turia + Kant 2016, S.118-145. Unkostenbeitrag: 5 € pro Sitzung

14
Nov
2017
Veranstaltung

Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961): Die Übertragung

Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961) Die Übertragung

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
 Leitung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de), Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Nächster Termin: Dienstag, 5.September 19:00 bis 20:30 Uhr, 14-tägig

„Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse“. Eine Art, den Begriffen näher zu kommen: sie benutzen, sie sprechen, übersetzen und besprechen, notieren, an Bekanntes anlagern und befremden. Im Seminar VIII von Jacques Lacan geht es um die Übertragung. „Ausgangspunkt ist das Das Gastmahl von Platon, jener rätselhaften Zusammenkunft in der griechischen Antike, in der man speiste, debattierte und nach festgelegten Riten möglichst nicht zu viel trank, nach Lacans Ansicht, weil man noch einen Kater vom Vorabend hatte oder eben nicht, schwierig zu ermitteln, vor allem aber um sich in illustrer Runde zu vergnügen. Wie jeder weiß geht es hier um die Liebe, genauer, wie in der antiken griechischen Mythologie üblich um die Knabenliebe.“ (Klappentext der Übersetzung von Gondek). Wir werden auch bei Freud und anderswo nachlesen. Einstieg ist jederzeit möglich.
 Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek“ werden (10,-€ jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) – als „Freund der Bibliothek“ frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.

16
Nov
2017
Fortlaufende Lektüregruppe

Lektüregruppe zu Lacans Aufsatz "L’étourdit" (1972)

Lacan (1972): L’étourdit

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin

Leitung: Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com)

Nächste Termine: Donnerstag, 7. September / 5. Oktober / 16. November / 14. Dezember, jeweils von 19:00 bis 21:00 Uhr. Lektüregruppe in französischer Sprache. „Les-tours-dits de Lacan illustrent à l’envi la différance, le trait unaire (signifiant), l’objet du désir de l’analyste qui ne se situe pas dans les dits et entendus, ni dans le discours de l’analyse (qui tient analyste et analysant, plus qu’il n’est par eux produit), mais dans le dire de ce dernier, lorsque se tarissent les associations, lorsque, épuisée la signification (imaginaire), et asséché le sens ( symbolique), il bute sur le réel, sur l’ab-sens qui est coupure: sexe („il n’y a pas de rapport sexuel“), dans l’épiphanie du transfert et de son semblant.“ (Christian Fierens, „Le discours psychanalytique: Une deuxième lecture de L’étourdit“) Textgrundlage: Jacques Lacan (1972): „L’étourdit“ in: „Autres écrits“, Éditions du Seuil, Paris. Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek“ werden (10,-€ jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) – als „Freund der Bibliothek“ frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.

17
Nov
2017
Veranstaltung

Jenseits der Sprache? Die Topologie Lacans und Heideggers

Freitag: 17. November 2017, um 19 Uhr

Jenseits der Sprache? Die Topologie Lacans und Heideggers

Vortrag von Michael Friedman Moderation: Michaela Wünsch

Eintritt: 10/5€

Lacans Konzept der Topologie hat sich im Laufe der Jahre seiner Lehre verändert und entwickelt - sei es dass er definierte Objekte wie die Klein'schen Flasche oder dem Möbiusband behandelt hat oder flüchtigere wie die Variationen der Borromäischen Knotens. Gleichwohl weist die Topologie in Lacans Lehre auf die grundlegende Unmöglichkeit im Verhältnis des Subjekts zur Sprache. Wenn man Heideggers Verständnis von Sprache dazu ins Verhältnis setzt, kann man eine fundamentale Differenz erkennen: obwohl Heidegger nicht explizit den Begriff "Topologie" benutzt, findet sich ein abgeschwächtes topologisches Verständnis der Sprache in Heideggers Schriften, das dadurch impliziert wird, dass Sprache DIE Ebene der Entbergung der Strukturen des Seins ist. Michael Friedman wird einige Schlüsselbesipiele beider Denker untersuchen und zeigen, wie topologische Instrumente ihr Verständnis von Sprache geprägt haben.

18
Nov
2017
Fortlaufendes Seminar

Klinisches Seminar

Klinisches Seminar Leitung: Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com) Nächster Termin: Samstag, 22. April, 15-17 Uhr, einmal monatlich Für dieses Seminar gelten besondere Teilnahmebedingungen, die beim Seminarleiter erfragt werden können. Anmeldung erforderlich.

18
Nov
2017
Fortlaufendes Seminar

Sublimierung, Gewalt und die politische Kraft der Paranoia

Sublimierung, Gewalt und die politische Kraft der Paranoia

Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin

Leitung: Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com) Nächste Termine: 9. September,14. Oktober, 18. November – jeweils 17-19 Uhr, sowie Sonntag 10. September, 11-15 Uhr

Wie begegnet uns heute Gewalt – im Sinn von violence, pouvoir, puissance, maitrise, autorité, contrôle – in den uns bekannten gesellschaftlichen Zusammenhängen und im Licht der psychoanalytischen Theorie der Sexual- und Destruktionstriebe? Von klinischen Erfahrungen und der politischen Gegenwart her untersuchen wir die Bildung der menschlichen "Arbeitsgemeinschaft" und die Gewaltbereitschaft der Menschen. Ein Schwerpunkt dabei ist Freuds Konzeption der Paranoia: sie sei Folge einer Rückbildung der Sublimierungen, aus der eine Sexualisierung der "sozialen Triebbesetzungen" folge; ein Rückschritt, eine Regression, "von der sublimierten Homosexualität bis zum Narzissmus". Mitmenschen werden dann zu Objekten "vollsexueller" Strebungen und dies verkehrt die paranoische Art der Abwehr in "Der andere verfolgt mich" (vgl. Kap. 3 der Studie über Schreber, 1911). Hieraus ergeben sich reale Verfolgungs- und Gewaltpraktiken, die sich neuester Kommunikationsmittel bedienen. Welche Versagungen (auch sozialer Art) wirken heute auf die "sozialen Triebbesetzungen" der Einzelnen ein, welche Libidosteigerungen und weitere Triebschicksale erfahren sie und um welche Art der Sexualisierung geht es in der Paranoia des aktuellen politischen Lebens? Aufbegehren gegen neue Ausformungen des kulturellen Ichideals, Enttabuisierung, Grenzziehungen neuer Gemütlichkeit, Ablehnung aller Arten von Repräsentation und Unmittelbarkeitsforderungen, Konstruktion von Sündenböcken, Lust am Kasernenton, digitale Hetzmassen .... Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).

September 2017
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› Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961): Die Übertragung
19:00
Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961) Die Übertragung Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
 Leitung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de), Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com) Nächster Termin: Dienstag, 5.September 19:00 bis 20:30 Uhr, 14-tägig „Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse“. Eine Art, den Begriffen näher zu kommen: sie benutzen, sie sprechen, übersetzen und besprechen, notieren, an Bekanntes anlagern und befremden. Im Seminar VIII von Jacques Lacan geht es um die Übertragung. „Ausgangspunkt ist das Das Gastmahl von Platon, jener rätselhaften Zusammenkunft in der griechischen Antike, in der man speiste, debattierte und nach festgelegten Riten möglichst nicht zu viel trank, nach Lacans Ansicht, weil man noch einen Kater vom Vorabend hatte oder eben nicht, schwierig zu ermitteln, vor allem aber um sich in illustrer Runde zu vergnügen. Wie jeder weiß geht es hier um die Liebe, genauer, wie in der antiken griechischen Mythologie üblich um die Knabenliebe.“ (Klappentext der Übersetzung von Gondek). Wir werden auch bei Freud und anderswo nachlesen. Einstieg ist jederzeit möglich.
 Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek“ werden (10,-€ jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) – als „Freund der Bibliothek“ frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.
Datum :  05.09.2017
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› Klinisches Seminar
15:00
Psychoanalytische Bibliothek Berlin
Klinisches Seminar Leitung: Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com) Nächster Termin: Samstag, 22. April, 15-17 Uhr, einmal monatlich Für dieses Seminar gelten besondere Teilnahmebedingungen, die beim Seminarleiter erfragt werden können. Anmeldung erforderlich.
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› Sublimierung, Gewalt und die politische Kraft der Paranoia
17:00
Sublimierung, Gewalt und die politische Kraft der Paranoia Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin Leitung: Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com) Nächste Termine: 9. September,14. Oktober, 18. November – jeweils 17-19 Uhr, sowie Sonntag 10. September, 11-15 Uhr Wie begegnet uns heute Gewalt – im Sinn von violence, pouvoir, puissance, maitrise, autorité, contrôle – in den uns bekannten gesellschaftlichen Zusammenhängen und im Licht der psychoanalytischen Theorie der Sexual- und Destruktionstriebe? Von klinischen Erfahrungen und der politischen Gegenwart her untersuchen wir die Bildung der menschlichen "Arbeitsgemeinschaft" und die Gewaltbereitschaft der Menschen. Ein Schwerpunkt dabei ist Freuds Konzeption der Paranoia: sie sei Folge einer Rückbildung der Sublimierungen, aus der eine Sexualisierung der "sozialen Triebbesetzungen" folge; ein Rückschritt, eine Regression, "von der sublimierten Homosexualität bis zum Narzissmus". Mitmenschen werden dann zu Objekten "vollsexueller" Strebungen und dies verkehrt die paranoische Art der Abwehr in "Der andere verfolgt mich" (vgl. Kap. 3 der Studie über Schreber, 1911). Hieraus ergeben sich reale Verfolgungs- und Gewaltpraktiken, die sich neuester Kommunikationsmittel bedienen. Welche Versagungen (auch sozialer Art) wirken heute auf die "sozialen Triebbesetzungen" der Einzelnen ein, welche Libidosteigerungen und weitere Triebschicksale erfahren sie und um welche Art der Sexualisierung geht es in der Paranoia des aktuellen politischen Lebens? Aufbegehren gegen neue Ausformungen des kulturellen Ichideals, Enttabuisierung, Grenzziehungen neuer Gemütlichkeit, Ablehnung aller Arten von Repräsentation und Unmittelbarkeitsforderungen, Konstruktion von Sündenböcken, Lust am Kasernenton, digitale Hetzmassen .... Teilnahmegebühr: Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).
Datum :  09.09.2017
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› Identität und Identifizierung Arbeitstagung des Psychoanalytischen Kollegs
10:00
Freitag, 15.September 19.30 Uhr bis Sonntag, 17. September 2017 13.30h Identität und Identifizierung Arbeitstagung des Psychoanalytischen Kollegs
Organisation: Peter Müller und André Michels Identität und Identifizierung - die derzeitige Arbeitsthemen des Psychoanalytischen Kollegs - drehen sich um Fragen nach der Beziehung des Subjekts zum Anderen. Im Anderen begegnen wir sowohl dem Fremden, wie auch dem „der Verdrängung verfallenen Alten und Wohlvertrauten“ (Freud, Massenpsychologie und Ich-Analyse, GW XIII, S. 140) gemäß Freuds Deutung des Unheimlichen. Die Aktualität des Themas ist kaum zu übersehen. An wen sich das Subjekt jeweils wendet, mit wem es sein Gegenüber verwechselt, was seine Adresse ist, dies alles wird durch die unbewussten Vorgänge Verwerfung, Verdrängung, Verleugnung bestimmt. Durch die Beziehung zum Anderen kann „Identität“ nur eine gebrochene sein. Was begreifen wir vom Anderen? Welchen zeitlichen Bedingungen ist dieses Begreifen unterworfen? Wie identifizieren wir die Symptome der Analysanten? Wie ist die "Identifizierung mit seinem Symptom“ denkbar, die Lacan zufolge am Ende der Analyse steht? Was heißt Identifizierung, wenn das Unbewusste "die Rede des Anderen" ist?  Samstag und Sonntag findet die Arbeitstagung intern statt. Informationen über das Psychoanalytische Kolleg:  Susanne Hübner (Koordination), info@psa-kolleg.de
Datum :  16.09.2017
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› Identität und Identifizierung Arbeitstagung des Psychoanalytischen Kollegs
10:00
Freitag, 15.September 19.30 Uhr bis Sonntag, 17. September 2017 13.30h Identität und Identifizierung Arbeitstagung des Psychoanalytischen Kollegs
Organisation: Peter Müller und André Michels Identität und Identifizierung - die derzeitige Arbeitsthemen des Psychoanalytischen Kollegs - drehen sich um Fragen nach der Beziehung des Subjekts zum Anderen. Im Anderen begegnen wir sowohl dem Fremden, wie auch dem „der Verdrängung verfallenen Alten und Wohlvertrauten“ (Freud, Massenpsychologie und Ich-Analyse, GW XIII, S. 140) gemäß Freuds Deutung des Unheimlichen. Die Aktualität des Themas ist kaum zu übersehen. An wen sich das Subjekt jeweils wendet, mit wem es sein Gegenüber verwechselt, was seine Adresse ist, dies alles wird durch die unbewussten Vorgänge Verwerfung, Verdrängung, Verleugnung bestimmt. Durch die Beziehung zum Anderen kann „Identität“ nur eine gebrochene sein. Was begreifen wir vom Anderen? Welchen zeitlichen Bedingungen ist dieses Begreifen unterworfen? Wie identifizieren wir die Symptome der Analysanten? Wie ist die "Identifizierung mit seinem Symptom“ denkbar, die Lacan zufolge am Ende der Analyse steht? Was heißt Identifizierung, wenn das Unbewusste "die Rede des Anderen" ist?  Samstag und Sonntag findet die Arbeitstagung intern statt. Informationen über das Psychoanalytische Kolleg:  Susanne Hübner (Koordination), info@psa-kolleg.de
Datum :  17.09.2017
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› Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961): Die Übertragung
19:00
Lacan, Seminar VIII (1960 - 1961) Die Übertragung Veranstalter: Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin
 Leitung: Karl-Josef Pazzini (pazzini@gmx.de), Georgette Schosseler-Prum (georgette.schosseler@gmail.com) Nächster Termin: Dienstag, 5.September 19:00 bis 20:30 Uhr, 14-tägig „Sprechen über und mit Begriffen der Psychoanalyse“. Eine Art, den Begriffen näher zu kommen: sie benutzen, sie sprechen, übersetzen und besprechen, notieren, an Bekanntes anlagern und befremden. Im Seminar VIII von Jacques Lacan geht es um die Übertragung. „Ausgangspunkt ist das Das Gastmahl von Platon, jener rätselhaften Zusammenkunft in der griechischen Antike, in der man speiste, debattierte und nach festgelegten Riten möglichst nicht zu viel trank, nach Lacans Ansicht, weil man noch einen Kater vom Vorabend hatte oder eben nicht, schwierig zu ermitteln, vor allem aber um sich in illustrer Runde zu vergnügen. Wie jeder weiß geht es hier um die Liebe, genauer, wie in der antiken griechischen Mythologie üblich um die Knabenliebe.“ (Klappentext der Übersetzung von Gondek). Wir werden auch bei Freud und anderswo nachlesen. Einstieg ist jederzeit möglich.
 Kosten: für Mitglieder der FLG sowie der PsyBi frei. Oder „Freund der Bibliothek“ werden (10,-€ jeden Monat auf das Konto der Bibliothek überweisen) – als „Freund der Bibliothek“ frei. Oder einen Seminar-Beitrag von 25,- € auf das Konto der FLG überweisen.
Datum :  19.09.2017
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› Lektüreseminar zu Jacques Lacan, "Die Agressivität in der Psychoanalyse" (1948)
19:30
Lacan (1948): Die Aggressivität in der Psychoanalyse Lektüreseminar des Psychoanalytischen Salon Berlin Leitung: Eva Maria Jobst, Mai Wegener Nächste Termine: Dienstag den 26. September / 24. Oktober / 7. November / 19. Dezember – jeweils um 19:30 Uhr.  Erstmals liegt eine deutsche Publikation eines der grundlegenden Texte Lacans zur Frage der Aggressivität vor, um welche gerade seine frühen Arbeiten seit dem Vortrag über das Spiegelstadium 1936 in Marienbad immer wieder kreisen. „Aggressivität” war gewiss auch nicht zufällig der Schwerpunkt des XI. Kongresses der französischsprachigen Psychoanalytiker, die sich nach einer zehnjährigen erzwungenen Pause nur wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg und der NS-Herrschaft im Mai 1948 in Brüssel trafen. Dort trug – nach Sacha Nacht (der über “die klinischen Manifestationen der Aggressivität und ihre Rolle in der psychoanalytischen Behandlung” sprach) – auch Lacan seine Überlegungen zum ersten Mal vor. Wir möchten diesen wenig gelesenen Text gemeinsam lesen und diskutieren, um der schwierigen Frage der Aggressivität auf die Spur zu kommen. Ihr zu begegnen – ob in der Analyse, im politischen Feld, in sich oder im Anderen – ist immer verstörend. Umso wichtiger, hier Strukturen und Zusammenhänge zu artikulieren. Textgrundlage: Jacques Lacan, Die Aggressivität in der Psychoanalyse, in: Schriften I, Übers.: H.-D. Gondeck, Turia + Kant 2016, S.118-145. Unkostenbeitrag: 5 € pro Sitzung
Datum :  26.09.2017
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