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Sublimierung, Gewalt und die politische Kraft der Paranoia

Samstag, 18. November, 17:00 - 19:00

|Serientermin für Veranstaltung (Alle anzeigen)

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 6. January 2018,

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 17. February 2018,

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 17. March 2018,

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 21. April 2018,

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 26. May 2018,

Eine Veranstaltung um 5:00pm am 16. June 2018,

Leitung
Claus-Dieter Rath (rathcd@aol.com)

Veranstalter
Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin

Termine
1 x im Monat samstags, 17 bis 19 Uhr

Zum Inhalt
Wie begegnet uns heute Gewalt – im Sinn von violence, pouvoir, puissance, maitrise, autorité, contrôle – in den uns bekannten gesellschaftlichen Zusammenhängen und im Licht der psychoanalytischen Theorie der Sexual- und Destruktionstriebe? Von klinischen Erfahrungen und der politischen Gegenwart her untersuchen wir die Bildung der menschlichen „Arbeitsgemeinschaft“ und die Gewaltbereitschaft der Menschen.

Ein Schwerpunkt dabei ist Freuds Konzeption der Paranoia: sie sei Folge einer Rückbildung der Sublimierungen, aus der eine Sexualisierung der „sozialen Triebbesetzungen“ folge; ein Rückschritt, eine Regression, „von der sublimierten Homosexualität bis zum Narzissmus“. Mitmenschen werden dann zu Objekten „vollsexueller“ Strebungen und dies verkehrt die paranoische Art der Abwehr in „Der andere verfolgt mich“ (vgl. Kap. 3 der Studie über Schreber, 1911). Hieraus ergeben sich reale Verfolgungs- und Gewaltpraktiken, die sich neuester Kommunikationsmittel bedienen.

Welche Versagungen (auch sozialer Art) wirken heute auf die „sozialen Triebbesetzungen“ der Einzelnen ein, welche Libidosteigerungen und weitere Triebschicksale erfahren sie und um welche Art der Sexualisierung geht es in der Paranoia des aktuellen politischen Lebens? Aufbegehren gegen neue Ausformungen des kulturellen Ichideals, Enttabuisierung, Grenzziehungen neuer Gemütlichkeit, Ablehnung aller Arten von Repräsentation und Unmittelbarkeitsforderungen, Konstruktion von Sündenböcken, Lust am Kasernenton, digitale Hetzmassen ….

Teilnahmegebühr
Wer nicht Mitglied der Freud-Lacan-Gesellschaft (FLG) ist, bezahlt 10€ pro Sitzung (Studenten u. Arbeitslose 5€).

Details

Datum:
Samstag, 18. November,
Zeit:
17:00 - 19:00
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